Pyramid Shelter und Mids

| 30. Dezember 2013 | 5 Kommentare

Pyramid Shelters im Winter

Das moderne Pyramid Shelter hat viele Vorteile gegenüber anderen Zeltformen oder Tarps. Es besteht in der Regel nur aus einer pyramidenförmigen Außenhülle, welche jedoch wie die Tarp-Systeme oft durch ein Nest erweitert werden kann. In den letzten Jahren haben sich diese Zelte zu den meist genutzten Ultraleicht-Zelten gemausert. Die Gründe dafür sind relativ vielfältig und haben auch mich überzeugt.

Verschiedene Formen

Neben der klassischen Pyramidenform mit einer Quadratischen Grundfläche und Mittelstange, zähle ich auch weitere Typen mit einer Mittelstange zu diesem Zelttyp. Deshalb werden diese Ul-Zelte oft auch einfach nur Mids genannt. Die meisten dieser Mids haben zumindest eine Rechteckige Grundform. Doch es gibt auch Modelle mit mit mehr als 4 Ecken. Im folgenden werde ich euch ein paar Beispiele aufzählen.

Locus Gear - Khufu

Locus Gear – Khufu

Rechteckige Modelle

  • Mountain Laurel Designs – DuoMid
  • Mountain Laurel Designs – SoloMid
  • Locus Gear – Khufu
  • GoLite – Shangri-La 4

Modelle mit mehr als 4 Ecken

Das ist nur ein ganz kleiner Auszug von Mids, die sich zur zeit auf dem Markt tummeln. Die Auswahl ist in der Tat so groß, dass man sicherlich für jeden Geschmack und jede Anforderung etwas findet.

Windstabilität

Einer der größten Vorteile dieser Konstruktion ist ihre Windstabilität. Sofern man genug Ankerpunkte für die Heringe findet, trotzen die Mids nahezu jedem Sturm. Hierbei gilt eine einfache Faustregel: „Je mehr Ecken die Konstruktion hat, desto besser steht sie im Wind.“ Allerdings sollte man es mit den Ecken auch nicht übertreiben. Denn jede Ecke mehr, bedeutet auch mehr Gewicht in Form von Heringen, die man zum abspannen braucht.

ZPacks Hexamid mit offener Front

ZPacks Hexamid mit offener und windanfälliger Front.

Bei Konstruktionen wie dem Hexamid von ZPacks oder auch einem MLD TrailStar (nicht im Sturm-Modus) sollte man beim Aufbau immer darauf achten, dass der Wind nicht von der Frontseite kommt, da hier oft eine offene Türe den Wind aufnimmt, wie ein Windsack. Das kann unter Umständen dazu führen, dass selbst stabile Heringe aus dem Boden gerissen werden.

Optionale Nests

Da Pyramids oder Mids in der Regel ohne Boden oder Innenzelt geliefert werden, bieten viele Hersteller diese Gegenstände optional als Zubehör an. Für einige Modelle, wie das MLD TrailStar, gibt es jedoch keine Nests vom Hersteller. Hier muss man selbst die Nähmaschine schwingen oder sich jemanden suchen, der das kann.

Ein Nest macht besonders dann Sinn, wenn man sich in Gegenden mit vielen Insekten, wie Mücken oder Zecken aufhält. Natürlich würde hier auch ein Bug-Bivi oder das klassische Moskitonetz über dem Schlafsack weiterhelfen, doch bieten diese Möglichkeiten weit weniger Komfort, als ich gewillt bin zu akzeptieren. In einem Nest kann man gemütlich essen und schlafen, ohne dass einem die ganze Zeit ein Moskitonetz direkt im oder über dem Gesicht hängt. Außerdem können dieses Nests einen auch vor seitlichem Wind und Nässe, die unter dem Rand der Außenhülle durchgeweht wird, schützen.

Mid-Setup ohne Mittelstange

Mid-Setup ohne Mittelstange

Vorteile

  • Hohe Windstabilität.
  • Flexibilität durch das Weglassen oder Mitnahme eines Nests.
  • Trekkingstöcke können als Gestänge verwendet werden.
  • Die meisten Mids lassen sich rundum schließen (Gegen Wind, Regen und vor neugierigen Blicken ist man geschützt).
  • Mids mit steilen Wänden, sind auch hervorragend für den Winter geeignet.

Nachteile

  • Flache Seitenwänden sorgen für wenig Platz oder dafür, dass man mit dem Schlafsack an die feuchte Außenhülle stößt.
  • Bei vielen Ecken, kann der Aufbau komplizierter werden.
  • Mittelstange steht oft im Weg (Es gibt bei einigen Modellen jedoch Möglichkeiten die Stangen seitlich anzusetzen).

Hybrid-Mids

Auch bei dem Mids heißt es wieder, dass es keine klare Abtrennung zu anderen Zelttypen gibt. Das beste Beispiel sind Konstruktionen, wie das ZPacks Hexamid, welches durch seinen eingenähten Boden aus Moskitonetz kein zusätzliches Nest benötigt und fast schon als Tarptent durchgehen könnte. Auch gibt es Modelle, wie das Tarptent Stratospire, das durchaus ein Mid mit zwei Spitzen sein könnte.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung, Wissen

Kommentare (5)

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  1. Steve sagt:

    Danke für die tolle Auflistung und den Tipp mit den zwei Trekkingstöcken!

  2. ALF sagt:

    Danke für den schönen Artikel. Es wäre interessant auch etwas über die Nachteile von Mids zu erfahren oder Eigenschaften auf die man achten sollte.

    • Dennis sagt:

      Hey ALF, schön dass du auch hier mitließt. Diese ganze Shelter-Reihe soll eigentlich so eine Art lebende Info-Seite sein. Ich werde immer mal wieder Infos ergänzen, wenn sie mir einfallen oder ich Lust habe mal wieder etwas zu dem Thema zu schreiben. Bis jetzt ist das ganze auch noch recht subjektiv (wie das meiste hier im Blog).
      Was die Nachteile angeht, so kannst du auch gerne welche ergänzen. Ich nehme sie dann auf. Wenn du Fragen hast, können wir das auch gerne gemeinsam erörtern. Ansonsten bin ich offen für alles.

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