Langzeittest: Western Mountaineering Summerlite

| 4. März 2010 | 12 Kommentare

Ein sommerleichter Schlafsack zum verlieben….

SummerLite mit Biene

Der Western Mountaineering SummerLite ist nun schon seit über 2 Jahren mein absoluter Liebling, sobald die Temperaturen den Minusbereich verlassen. Als ich ihn im Februar 2008 zum ersten Mal benutzt habe, lag die Temperatur bei -5°C und es hagelte und schneite auf mein Tarptent. Die Nacht verlief jedoch ohne große Schlaflosigkeit, da mein SummerLite mich auch bei leichten Minusgraden noch angenehm warm hielt. Damit kann man diesen Daunenschlafsack wohl eindeutig als 3-Jahreszeiten Schlafsack bezeichnen.

Datenblatt

  • Farbe: rot
  • Gewicht: 582g (Hersteller: 525g) ohne Packsack
  • Größe: 180cm innen (Meine Größe: 180cm)
  • Daune: 850+ cuin (275g)
  • Material: Extremlite Fabric
  • Einsatzbereich: ab 0°C aufwärts

Den Summerlite im Grenzbereich nutzen

Um den Western Mountaineering Summerlite in seinem Grenzbereich zu nutzen, ist es wichtig, dass man sich der Tatsache bewusst ist, dass dieser Schlafsack keinen Wärmekragen besitzt. Das heißt, dass die warme Luft im oberen Teil des Schlafsacks ziemlich schnell entweichen kann. Dem kann man entgegenwirken, indem man die Kapuze des Summerlite so weit schließt, dass nur noch Mund und Nase frei sind. Außerdem kann man problemlos noch Kleidung im Schlafsack nutzen, die einen zusätzlich isoliert.

Feuchtigkeit im Daunenschlafsack

Da Daunen generell anfällig sind was Feuchtigkeit angeht, muss man bei einem Daunenschlafsack immer besonders vorsichtig sein. Da man mit dem SummerLite wohl eher nicht im Winter unterwegs sein wird, ist davon auszugehen, dass man den Schlafsack gelegentlich lüften und trocknen kann. Was die Wasserresistenz von außen angeht, hat der SummerLite den Test aber schon mit Bravour bestanden. An einem wolkenfreien Sommertag habe ich den Schlafsack ausgebreitet in einem Zelt ohne Überzelt liegen lassen. Als ich 8 Stunden später bei strömendem Regen zurück kam, schwamm der Schlafsack in 5cm Wasser. Trotzdem hat die Außenhülle ausreichend dicht gehalten um die Daune nicht zu sehr zu durchnässen. Ich hatte eine warme und trockene Nacht.

Fazit

Auch die Verarbeitungsqualität ist wie von Western Mountaineering zu erwarten war spitze. Alle Nähte sind gut verarbeitet und es verirren sich nur gelegentlich ein paar Daunen nach außen. Die Kapuze schließt tadellos, der Reißverschluss ist von innen abgedeckt um Kältebrücken zu vermeiden und auch den Wärmekragen vermisse ich bei den Temperaturen, für die der Summerlite ausgelegt ist nicht. Egal ob auf meinen Ultraleicht-Touren oder beim Kajakfahren, der WM SummerLite hat mich bis jetzt überall hin begleitet. An dieser Tatsache werden auch die zahlreichen Quilts auf dem Markt so schnell nichts ändern.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung

Kommentare (12)

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  1. Ultraleicht-Awards 2010 – Die UL-Gemeinde stimmt ab | Fastpacking | 14. Januar 2011
  1. Ich warte schon ganz sehnsüchtig auf meinen…die Gewichte scheinen ja immer ein wenig zu variieren, mal sehen wie viel ich am Ende einsparen kann.

  2. Ja das stimmt 🙂 Die Frage ist nur, ob das Mehrgewicht durch Abweichungen im Schnitt zusammen kommt oder durch mehr Daune? Ich hoffe auf ja, dass es sich um einen gratis Overfill handelt 😀 Bin gespannt auf dein Gewicht (das vom SummerLite)

  3. Rio sagt:

    Meine absolute No1 für leichtere Temps.
    Ich liebe das Teil und habe bisher nichts besseres gefunden.
    Spät-Herbst bis Frühjahr kommt mein Apache mit.

    Habe bei meinem aber auch schon Differenzen von bis zu 20 Gramm gemessen.

  4. Nachtrag:

    Inzwischen ist das gute Stück angekommen und nach ersten Messungen ohne Packsack liegt das Gewicht bei ca. 565g (180cm) – das ist zwar etwas mehr als angegeben, aber geht für mich völlig in Ordnung…mit einem StS Ultra-Sil Bag bleibe ich damit insgesamt immer noch ganz knapp unter 600g – jetzt hoffe ich nur noch auf etwas (dauerhaft) besseres Wetter…

  5. Dennis sagt:

    Die Außenhülle des Western Mountaineering SummerLite ist übrigens ganz gut wasserabweisen, wie ich letzte Woche testen konnte. Es hat richtig heftig draufgeregnet und er hielt auf jeden Fall dicht 😉

  6. Camillosan sagt:

    Wie fällt denn die Größe aus? Reicht der Regular (bis 180 cm) noch bei Körpergröße 181 oder sollte man dann schon lieber den large nehmen?

    Vielen DAnk!

    • Dennis sagt:

      Ich selbst bin genau 1,80m und finde der Schlafsack sitzt wie eine zweite Haut. Das hat allerdings den Nachteil, dass ich nichts mehr ans Fußende legen kann. Wenn du darauf Wert legst, würde ich dir empfehlen den Schlafsack in Large zu kaufen. Andernfalls sollte der Zentimeter Größenunterschied nicht so viel ausmachen.

  7. Jens sagt:

    Zunächst erst einmal toller Bericht, klasse ausgearbeitet.

    Nun zu meiner Frage: Hast du/ habt Ihr bereits Erfahrungen zum Einsatz des Schlafsacks um die 0°C gemacht? Wenn ja, wäre ein kurzer Bericht dazu toll.

    Viele Grüße
    Jens

    • Dennis sagt:

      Hallo Jens,
      ich habe den Western Mountaineering Summerlite bereits bei etwas weniger als 0°C benutzt. Das wahr sogar auf meiner ersten Tour mit diesem Schlafsack. Ich lag bei Schneeregen und Hagel gemütlich in meinem Tarptent. Wenn man die Kapuze gut schließt (kein Wärmekragen), dann funktioniert das auch ganz gut. Im Summerlite selbst habe ich lediglich ein Baselayer aus Merino getragen.

  8. Dirk sagt:

    Hallo,
    wie breit ist denn der Summerlite. Angegeben ist ein Umfang von 152 / 130 / 97 cm. Da kommt man auf einen Durchmesser von 48 / 41 / 30 cm. Das hört sich ziemlich schmal an. Oder hab ich jetzt einen Denkfehler?

  9. Benni sagt:

    Wie ist denn der WM Summerlite im Sommer? Also, wenn es so ca. 10-15°C Außentemperatur hat? Ist er da zu warm?

    LG

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