Das optimale Messer zum Wandern

Baladeo 15g

Ich bin absolut kein Messerfreak. Es gibt ja Leute, die sich Stunden oder sogar Tage über Messer unterhalten können. Ja es gibt sogar ganze Messen zum Thema Messer. Aber für mich muss ein Messer in erster Linie seinen Zweck erfüllen.

Welches Messer brauch ich?

Diese Frage ist gar nicht so einfach und muss sich schließlich jeder selbst beantworten. Aber ich möchte in diesem Blog einfach mal darauf hinweisen sich wirklich mal die Frage zu stellen, was ihr mit dem Messer anstellt, wenn ihr draußen unterwegs seid. Ich selbst habe mir diese Frage gestellt und eigentlich nur die folgenden Antworten gefunden:

  • Essen schneiden.
  • Zunder oder Rinde zurechtschneiden.
  • Fuß- und Zehennägel schneiden oder säubern.

Der letzte Punkt klingt vielleicht ein wenig ekelig, aber natürlich säubere ich das Messer danach. Auf einer mehrwöchigen Tour ist dies aber leider unabdingbar. In seltenen Fällen muss ich mit dem Messer auch mal eine unglücklich geöffnete Tüte Fertigfraß stutzen. Aber im Groben bleibt es bei genau diesen Tätigkeiten. Und ihr müsst zugeben, dass ein Messer für diese Anwendungen keine besonderen Features braucht.

Das Schweizer Taschenmesser

Der Inbegriff des Outdoor-Messers ist wahrscheinlich das Schweizer Taschenmesser. Doch die meisten Versionen dieser kleinen Alleskönner sind für den normalen Wanderer einfach überdimensioniert. Den einzigen Gegenstand, den ich wirklich noch mitnehme ist die kleine Pinzette aus meinem Schweizer Taschenmesser, da sich diese hervorragend dazu eignet Splitter und Zecken zu entfernen. Die anderen Funktionen sind eigentlich nur im zivilisationsnahen Alltag nötig: Flaschenöffner, Dosenöffner, Korkenzieher.

Mein Messer

Mein Messer besteht also lediglich aus einer ausreichenden Klinge, muss zusammenklappbar sein, damit ich keine nutzlose Scheide mit mir herumtragen muss und sollte außerdem noch eine ausreichende Schärfe besitzen. Aktuell benutze ich das Baladéo 15g. Mehr brauche ich eigentlich nicht.

Von |2018-03-15T21:41:37+00:0017. Januar 2014|Wissen|5 Kommentare

Über den Autor:

Ich liebe die Weiten des nordischen Fjell und das wunderbare Panorama der Alpen. Meine bevorzugten Kategorien sind das mehrwöchige Wandern mit ultraleichtem Gepäck und alpine Touren. Außerdem findet ihr Dennis Eipel auf Google+, Twitter und Facebook.

5 Comments

  1. Jörg 17. Januar 2014 um 14:03 Uhr - Antworten

    Hallo Dennis,

    gut, Du bist wirklich kein Messerfanatiker und für die begrenzten Einsatzgebiete sollte dein Baladéo wohl auch ausreichen, zumal das Gewicht schon sehr reduziert ist.

    Für mich kommt es bei Messer auf die Klinge an und das ist wohl auch eines der Themen über die man sich intensiv unterhalten kann (Design, Schafft… mal außen vor). Schneidengeometrie, Schliff, Material: Metall oder Legierung ein- zwei- oder mehrlagig.

    Wichtig für mich ist, dass das Messer nach mehrfachem Gebrauch noch ordentlich schneidet und eine ausreichend lange Klinge hat um auch mal einen Leib Brot ordentlich aufzuschneiden. Natürlich sollte die Härte des Stahls auch verzeihen, wenn man mal eine Schraube damit auf- oder zudreht. Und noch besser ist der Einsatz des Messers als Behelfsaxt.

  2. Andre 15. November 2014 um 11:48 Uhr - Antworten

    Messer sind unwichtig. Kapiere nicht wozu man eines braucht…
    Kommt mir häufig vor als sei ein Messer die Handtasche des Mannes…es gibt keinen wirklichen Grund eines mitzuschleppen.

    Ganz schlimm wird es wenn man auf Bushcraft Seiten Messer in Frage stellt…aber die Antwort warum man ein Messer den nun braucht gibt einem keiner

    Auf der anderen Seite bei 15gr. und 30 Euro dann kann man es auch gleich lassen.

    Zunder ? Breche ich so in gewünschte Größe oder zerbrösel ihn mit Händen oder Stein…

    Essen ? Nun ja habe zwar noch nie Brot auf Tour geschnitten da ich meistens Suppe löffle aber gut das wäre ein Punkt aber eine Notwendigkeit wie Schuhe resultiert daraus nicht.

    Nägel säubern ? Mache ich auch mit einem dünnen Holzstück und das ohne Verletzungsgefahr

    Nägel schneiden ? Die kaue ich ab ja auch die am Fuß wenn es notwendig ist 😉

    • Dennis 15. November 2014 um 19:50 Uhr - Antworten

      Hihi, da hast du mir echt den Abend versüßt 😉 Ich wünschte, ich wäre so gelenkig wie du, aber meine Zehen bekomme ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr in die Nähe meines Mundes. 😀

  3. Kurt 11. Dezember 2014 um 17:44 Uhr - Antworten

    Ich bin auch großer Fan eines Baladéo! Wenn ich mich jedoch für ein Wandermesser entscheiden müsste, muss ich sagen, ich dafür immer auf ein leichtes Victorinox Swiss Army zurückgreifen würde 😉

  4. Nico 22. Dezember 2015 um 09:37 Uhr - Antworten

    Ich denke jeder sollte sich im vorhinein gedanken machen, für was er denn letztendlich ein messer benötigt. Was ist mir wichtig, welche Werkzeuge brauche ich, welche Größe und Gewicht kann ich verkraften und was möchte ich dafür zahlen.
    Und wie man sieht – du hast das Messer für dich gefunden. Ohne großen Schnick Schnack, aber das war auch eben nicht dein Bedürfniss. Klasse Artikel – weiter so!

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