Underquilts für Hammocks

| 12. Februar 2017 | Ein Kommentar

Immer wieder fällt bei dem Wort Hammock auch das Wort Underquilt. Ein Underquilt ist in der Regel eine Isolation von unten, die bei einer Hängematte unerlässlich wird, sobald es draußen etwas kühler ist. Ähnlich wie bei einem (Top-)Quilt oder einem Schlafsack sorgt hier eine schicht von Isolationsmaterial dafür, dass der Körper nicht auskühlt, indem er zu viel Wärme in die Luft abgibt.

Das Prinzip Under-Quilt

Wenn man während einer kühlen Briese in einer Hängematte liegt, merkt man recht schnell, dass man einen kalten Hintern bekommt. Selbst, wenn man in einem Schlafsack liegt, schleicht sich die Kälte langsam in den Rücken und das Hinterteil. Das liegt daran, dass die Isolationsschicht vom Körpergewicht zusammengedrückt wird und somit nahezu nutzlos ist.

Underquilts

Hier kommt der Underquilt ins Spiel dieser liegt nämlich wie eine Daunendecke (Kunstfaser geht auch) außen an der Hängematte an. Dadurch kann die Isolation nicht platt gelegen werden und der Körper ist zuverlässig gegen die Kälte von unten geschützt. Im Gegensatz zu einer Isomatte, die mit in seine Hängematte nimmt, ist der Underquilt um einiges bequemer und bietet auch an den Schultern noch ausreichenden Schutz, da er sich seitlich an den Körper anschmiegt.

Kombination von Under- und Top-Quilt

Aus diesem Grund macht es auch weniger Sinn in der Hängematte einen Schlafsack zu nutzen. Die Isolation von unten wird nicht gebraucht und selbst seitlich ist man noch durch den Underquilt geschützt. Das überflüssige Gericht eines Schlafsacks sollte man sich also sparen und gleich in einen Quilt investieren. Dieser Quilt kann auch gerne schmaler geschnitten sein, die Seiten bereits vom Underquilt geschützt werden.

Die Länge des Underquilts

Underquilts kann man in verschiedenen Längen kaufen. Einige Modelle schützen die komplette Länge der Hängematte bzw. die komplette Liegefläche. Andere Underquilts schützen nur den Torso. Dann gibt es noch welche, die die Füße oder Unterschenkel ungeschützt lassen. Hier findet man in der Regel etwas für alle Vorlieben!

Full Length Underquilts

Die sogenannten Full Length Underquilts gehen, wie der englische Name schon sagt über die volle Körperlänge. Dadurch bieten diese Underquilts einen hervorragenden Schutz und sind einfach in der Handhabe. Der einzige Nachteil besteht natürlich in dem höheren Gewicht. Aber gerade im tiefen Winter kann das Plus an Isolation den Gewichtsnachteil aufwiegen!

Torso Length Underquilts

Die kürzeren Torso Length Underquilts schützen nur den wichtigen Torso vor der Kälte von unten. Im Sommer ist dies auch absolut ausreichend. Eine Isolation für die Beine ist dann in vielen Fällen nicht notwendig. Wenn es aber doch mal kälter wird, dann kann man die Beine immer noch mit einem stück Isomatte, dem Rucksack oder Kleidung schützen. So ist auch im Winter möglich mit einem Torso Length Underquilt draußen zu übernachten.

Torso-Underquilt

Es gibt natürlich auch noch Zwischengrößen mit all ihren Vor- und Nachteilen. Für mich reicht aber ein leichter Torso Length Underquilt für 3 Jahreszeiten und ein Full Length Underquilt, wenn es richtig kalt wird.

Daunenjacke über Hammock-Fußende

Eine Daunenjacke, die über das Fußende der Hängematte gestülpt wird, gleicht die fehlende Länge des kurzen Underquilts aus. Die Daunenjacke hat man im Winter eh schon dabei. Sichwort: Multiple use!

Fazit

Underquilts sind für mich die ideale Lösung eine Hängematten von unten zu Isolieren. Der einzige Nachteil von Underquilts ist, dass man diese nicht wie eine Schaumstoffmatte als Backup nutzen kann, wenn man mal auf dem Boden schlafen muss. Es sollte also immer ein Platz zum Abhängen in der Nähe sein.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung, Wissen

Kommentare (1)

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  1. Lukas sagt:

    Sehr gute Zusammenstellung der unterschiedlichen Under Quilts! Meine eigenen Erfahrungen in dem Bereich halten sich noch in Grenzen, daher ist es gut das hier mal zu lesen.

    Ich werde mir demnächst aber auch meinen ersten Quilt zulegen und einen Erfahrungsbericht verfassen 🙂

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