Berghaus – Men’s Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket

| 24. Januar 2015 | 3 Kommentare

Auf keinen Test habe ich mich in diesem Jahr mehr gefreut, als auf den der Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket von Berghaus. Bereits Anfang des Jahres habe ich von dieser Jacke berichtet, welche ich auf der ISPO 2014 entdeckt habe. Das besondere an dieser Jacke ist, dass sie im Prinzip bereits Jahre zuvor in diesem Blog geschaffen wurde.

Eine Winterjacke nach Maß

Vor drei Jahren bekam ich von der Firma Berghaus ein Testmuster der Mount Asgard Hybrid Jacket zugeschickt. Eine Jacke die ich bis zum heutigen Tag nutze und die wohl auch die meist genutzte Winterjacke in meinem Schrank darstellt.

Jedenfalls schrieb ich damals einen Testbericht, in dem ich auch ein paar Anmerkungen anführte, was man an der Jacke noch verbessern könnten. Auch in den Kommentaren wurden weitere, sinnvolle Verbesserungsvorschläge unterbreitet, die die Funktion der Jacke optimieren könnten.

Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket

Berghaus – Men’s Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket entspricht genau den Vorstellungen einer perfekten Jacke!

Zwei Jahre später befindet sich ein Modell, das exakt nach den Vorgaben unserer Vorschläge gefertigt wurde, auf der ISPO in München. Ich war natürlich super glücklich darüber und schwebte seit diesem Tag in heller Vorfreude auf einen eigenen Praxistest der Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket.

Men’s Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket

Genau wie ihr Vorgänger setzt die Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket auf eine Kombination der Isolationsmaterialien Daune und Kunstfaser. Ich bin noch immer davon überzeugt, dass dieses Modell Sinn macht. So kann man bestimmte Stellen, die öfter nass werden als andere, mit einer Kunstfaserfüllung ausstatten und Stellen, die in der Regel trocken bleiben oder besonders warm gehalten werden müssen, werden mit einer fluffigen Daunenfüllung vor der Kälte geschützt.

Berghaus Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket

Der Einsatzbereich

Natürlich macht das Ganze nur Sinn, wenn man den Einsatzbereich einzuschätzen weiß. Wer nur eine Jacke für das Nachtlager braucht, findet sicherlich eine leichtere Jacke, die nur auf Daunenfüllung setzt. Wer die Jacke aber auch unterwegs und in schweißtreibenden Aktionen nutzen will, ist mit der Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket gut beraten. Bestes Paradebeispiel ist sicherlich das Eisklettern, wo man auch mal von innen und außen nass werden kann. Aber auch zum Skifahren oder Schneeschuhwandern ist diese Jacke gut geeignet.

Berghaus HydroDown

Die Hydrodown

Bei der Asgard Hybrid Jacket kam noch eine hydrophobe 700cuin Daune zum Einsatz. Die Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket ist inzwischen mit einer 850cuin Daune gefüllt, die ebenfalls eine Imprägnierung erhalten hat. Dadurch ist die Daune wasserabweisend und trocknet demnach auch schneller. Man findet heutzutage kaum noch ein High-End Produkt ohne hydrophobe Daune, da diese kein zusätzliches Gewicht bedeutet, jedoch einen enormen Mehrwert generiert.

Berghaus HydroLoft

HydroLoft

Das HydroLoft Material hat das PrimaLoft One aus der Asgard-Serie abgelöst. Viele Informationen findet man nicht zu dem Material. Aber der erste Eindruck, den es mir vermittelt hat ist ein besserer Loft bei gleichem Gewicht. Gefühlt ist es auch atmungsaktiver als der PrimaLoft One Material. Genaueres kann aber auch hier nur ein Langzeittest zeigen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

YKK Vislon Reißverschlüsse

Die größte Verbesserung gibt es meiner Meinung jedoch am Reißverschluss. Die YKK Vislon Reißer gleiten förmlich die Jacke herauf und hinunter. Auch an den Bauchtaschen sind diese Reißverschlüsse verbaut. Damit hat man immer einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf diese Taschen. Lediglich die Innentasche ist mit einem „normalen“ Reißverschluss von YKK ausgestattet. Das ist aber nicht weiter tragisch, da man diese in der Regel nicht so oft benutzt.

Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket halb offen Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket Taschen YKK Vislon Reißverschluss Reißverschluss Innentasche

Die Kapuze der Ulvetanna

Bei der Kapuze gibt es auch einige Verbesserungen. Als erstes fällt einem auf, dass es keinen Tanka mehr am Hinterkopf gibt. Dieser wurde überflüssig, da der Kanal für den vorderen Gummizug jetzt komplett über den Hinterkopf geführt wird. Man braucht also nur noch die beiden vorderen Strippen ziehen. Dies funktioniert erstaunlich gut, spart Gewicht, ist einfacher in der Handhabung und es flattert einem kein Gummiband mehr am Hinterkopf herum.

Die vorderen Gummizüge samt Tanka liegen jetzt im inneren der Jacke. Auch hier flattert nun kein Bändchen mehr herum. Das hat den Vorteil, dass man weniger gestört wird und auch der Tanka nicht so schnell vereisen kann. Der Nachteil ist natürlich die schlechtere Erreichbarkeit. Da ich meine Kapuze jedoch immer in der selben Einstellung belasse, kann ich damit gut leben.

Das Design des hohen Kragens wurde ebenfalls beibehalten und rundet die Kapuze zu einer der besten ihrer Art ab.

Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket Kragen Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket Kapuze seitlich Berghaus - Men's Ulvetanna Hybrid Hydrodown Jacket von hinten Kordel der Kapuze

Details

  • Gewicht: 413g (nachgewogen) in Größe L
  • Kunstfaser: HydroLoft Elite Pro 850 Fill
  • Daune: HydroDown 850 cuin Gänsedaunde
  • Außenmaterial
    • HydroLoft-Außenmaterial: Pertex Microlight
    • HydroDown-Außenmaterial: Pertex Quantum
  • YKK YISLON Zwei-Wege-Reißverschluss
  • Mitgelieferter Packsack

Verbesserungsvorschläge?

Gibt es an dieser perfektionierten Jacke noch etwas zu verbessern oder ist sie schon perfekt? Das ist eine schwere Frage. Im Prinzip wurden fast alle Vorschläge aus meinem damaligen Blog-Artikel berücksichtigt. Ein paar Dinge sind mir aber dennoch aufgefallen, an der für die nächste Generation gearbeitet werden kann:

  • Bringt die rote Innenfarbe der Asgard Hybrid zurück. Wenn man mal in eine Notsituation gerät, kann man die Jacke einfach auf Links drehen und wird besser gesehen. (Es gibt zwar ein knalliges Modell, aber das ist ja nicht jedermanns Sache.)
  • Die Innentasche war damals aus einem stretchigem Mesh. Das wünsche ich mir zurück, da es einen prima Einblick gibt.

Das war es dann aber auch schon! Ich bin begeistert von der Evolution, die dieses Modell hinter sich hat und wünsche mir sehnlichst, dass es in den nächsten Jahren nicht verschlimmbessert wird, wie es bei einigen anderen Herstellern oft der Fall ist.

Ich habe diese Jacke kostenlos von Berghaus für diese Review erhalten. Diese Tatsache wirkt sich jedoch nicht auf den Test aus. Alle Tests und Produktvorstellungen auf diesem Outdoor Blog werden nach besten Wissen und Gewissen geschrieben.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung

Kommentare (3)

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  1. Steve sagt:

    Ob du auch die nächste Generation bekommst? Ich finde es cool, wie du uns auf dem Laufenden hältst! Berghaus tut gut daran dir die Jacken zu senden. Ich habe mir jedenfalls auch ein Exemplar bestellt und freue mich schon die Jacke auszuprobieren.

    Gruß Steve

  2. Lukas sagt:

    Die Jacke sieht sowohl gut als auch komfortabel und funktional aus. Ideal für die Campingplätze Deutschland, die v.a. im Norden doch mal recht raues Wetter aufweisen können, besonders ohne Wohnmobil, sondern wenn man in Zelten unterwegs ist. Danke für die Produktpräsentation 😉 Gruß, Lukas

  3. Frank sagt:

    Die Jacke sieht klasse aus. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, mit genau die Jacke zu Kaufe. Danke für den Outdoor Test

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