Im letzten Jahr war ich selten in der Natur unterwegs. Da ich mir ein ganzes Jahr Auszeit vom Bloggen genommen habe, hatte ich auch keinen „Ausrede“ um durch die Wälder zu schlendern. Dieses Jahr soll dies aber anders werden. Meine Tochter ist nun alt genug um auch mal längere Strecken zu gehen und so wird sicherlich die eine oder andere Tageswanderung zustande kommen. So auch am ersten Februarwochenende, als wir die Burg Nideggen besucht haben.

Burg Nideggen

Eine einfache Wanderung durch die kargen Wälder im Februar? Das musste nicht sein. Besonders mit Kind und Frau im Schlepptau macht es Sinn für etwas Abwechslung zu sorgen. Der Ausflug zu einer Burg mit einem mittelalterlichen Museum klingt da schon viel interessanter. Glücklicherweise liegt die Eifel mit ihren zahlreichen Burgen direkt vor unserer Haustür. So viel meine Wahl für den ersten Familienausflug in diesem Jahr auf die Burg Nideggen.

Die Anreise nach Nideggen

Parkplatz der Burg Nideggen

Parkplatz der Burg Nideggen.

Die Anreise aus Jülich gestaltet sich relativ einfach. Wir konnten die kurze Strecke problemlos mit dem Auto zurücklegen. Da wir nach dem Ausflug noch einen weiteren Zwischenstopp geplant hatten, war dies die ideale Möglichkeit. Parkplätze sind vor der Burg zahlreich vorhanden und zumindest im Winter hat man keine Probleme einen Platz zu bekommen. Von hier ist sowohl die Umgebung der Burg, als auch der historische Stadtkern von Nideggen gut zu erreichen.

Wer gerne mir öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, dem empfehle ich die Rurtalbahn zu nehmen. Die Verbindung nach Nideggen beginnt am Hauptbahnhof in Düren. Die Haltestelle in Nideggen ist malerisch an der Rur gelegen. Sobald man aussteigt eröffnet sich schon der wunderbare Blick auf die Burg, welche majestätisch den Hang überragt. Beim nächsten Mal werden wir wohl diese Form der Anreise bevorzugen.

Die Burg Nideggen

Bei der Burg handelt es sich keinesfalls um eine Ruine. Auch wenn viele Teile der ursprünglichen Burg zerstört wurden, so wurden viele Teile und besonders der Bergfried liebevoll restauriert. Im Vorhof der Burg befindet sich ein romantisch anwirkendes Fachwerkgebäude, in dem sich heutzutage die Dürener DAV-Sektion befindet. In meinen Augen eines der schönsten Sektionsgebäude überhaupt.

Das DAV Sektionshaus der Sektion Düren

Durch ein weiteres Tor gelangt man auf den größeren Innenhof, der einstmals eine große Halle oder zumindest ein großes Gebäude war. Heute zeugt davon nur noch eine Außenwand mit riesigen Fenstern. Gerne hätte ich mir dieses Bauwerk in seiner einstigen Pracht angesehen. Leider wurde viele davon zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Der Burghof der Burg Nideggen

Im hinteren Teil befindet sich dann noch ein Restaurant, das wir leider nicht betreten haben. Die Preise waren recht hoch für unsere Ansprüche und wir wollten auch nicht einfach Eintreten um ein paar Fotos zu machen. Vielleicht können wir das eines Tages bei einer Führung oder so nachholen. Schließlich ist die Burg nur einen Katzensprung entfernt.

Burghof mit Restaurant

Alte Außenmauer der Burg NideggenDer Vorhof der Burg NideggenKatapultBurgmauern

Das Museum

Stattdessen haben wir uns dem Bergfried mit seinem mittelalterlichen Museum zugewandt. Hier erfährt man allerhand über das alltägliche Leben auf einer mittelalterlichen Burg. Von der Rechtssprechung über das Leben der Küchenmägde bis hin zu den Gewändern der Hofdamen findet man hier viele Interessante Dinge und Details. Natürlich dürfen auch die obligatorischen Ritterrüstungen und Waffen nicht fehlen.

Ritterrüstungen

Das Interessanteste für unsere Tochter war jedoch der Dachstuhl, auf dem es eine Spielecke für Kinder gab. Hier gibt es jede Menge Holzspielzeug, Platz und eine tolle Aussicht auf die Umliegende Landschaft und Nideggen selbst. Ein schöner Ort zum verweilen.

Musik mit Holz

Nach dem wir unseren Rundgang beendet haben, wollte unsere Kleine gleich wieder rein und sich alles noch mal ansehen. Aber Papa wollte ja auch noch ein wenig durch die schöne Natur wandern, die die Burg umgibt.

Burgen-Umland Nideggen

Das Burgen-Umland

Die Burg Nideggen hat nicht nur einen schönen Ausblick auf das Rurtal zu bieten, sondern ist auch von Zahlreichen schönen Felsen umgeben. Nicht umsonst tummeln sich hier im Sommer zahlreiche Kletterer und Wanderer um dieses wunderbare Stück Natur zu genießen. Leider ist auf unserer Rundtour der Akku meines Smartphones zur Neige gegangen, weshalb ich euch leider keine Bilder mehr präsentieren kann. Ich kann euch aber versichern, dass viele schöne Aussichten gibt und man gerade in der Winterzeit auch schon durch den Wald blicken, was einem das eine oder andere Panorama eröffnet, das dem Wanderer im Sommer verwehrt bleibt.

Hügel bei NideggenFelsen bei NideggenAussichtspunktEin Blick aus dem Fenster