Einwandige Zelte

| 3. Dezember 2013 | 2 Kommentare

Einwandzelte

Bei den einwandigen Zelten gibt es eigentlich auch schon wieder diverse Untertypen. In meiner Definition will ich die Einwandzelte aber ganz klar von den Tarptents oder Pyramid Sheltern abgrenzen. Für mich sind einwandige Zelte ein komplett geschlossener Rückzugsraum, bei dem der Regen oder Schnee keine Chance hat in das innere zu gelangen. Egal aus welcher Richtung er auch kommen mag. Bei einer einwandigen Konstruktion geht die Zeltwand direkt in den Boden über, sodass keine Lücken entstehen. Es gibt meistens keine Absiden, da man die komplette Ausrüstung mit in das Zelt nimmt.

Die meisten Zelte dieser Kategorie sind als klassisches Kuppelzelt mit zwei überkreuzten Gestängebögen konstruiert. Es gibt aber auch nahezu geodätische Konstruktionen mit bis zu 4 Gestängebögen. Diese Zelte sind für die härtesten Wetterbedingungen gebaut, die man eigentlich nur benötigt, wenn man bei viel Wind und Schneefall in den Bergen oder anderen ausgesetzten Stellen unterwegs ist. Dadurch, dass die meisten dieser Konstruktionen freistehend sind, kann man sie im Notfall auch dann aufbauen, wenn man keine Heringe in den Boden bekommt.

Vorteile von Einwandzelten

  • Rundum optimaler Wetterschutz.
  • Selbst Schnee weht nicht ins Innere.
  • Leichter als doppelwandige Zelte.
  • Viele Einwandkonstruktionen sind freistehend.

Nachteile von einwandigen Zelten

  • Oft ist die Belüftung nur mäßig.
  • Robuste Stoffe und Gestängen machen viele Modelle dann doch recht schwer. Diese Konstruktionen braucht man nur in extremen Bedingungen. Dort sind sie jedes Gramm wert.

Eigene Erfahrungen

Ich selbst habe mal das Black Diamond Bibler Fitzroy besessen, welches mit seinen vier Gestängebögen und dem stabilen Material eine wahre Festung gewesen ist. Leider habe ich dieses Zelt nur auf einer einzigen Tour wirklich brauchen können. Und genau bei dieser Tour haben wir Unterschlupf an einer Hütte gefunden. Wer sich nicht in absolut extreme Situationen begibt, der kann getrost auf so viel Schutz verzichten und zwei Kilo weniger tragen. Ich habe das Fitzroy jedenfalls Verkauft und bis jetzt noch nicht vermisst.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung, Wissen

Kommentare (2)

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  1. Jochen sagt:

    Sehr praktisch sind da, theoretisch, Wurfzelte. Allerdings sind diese natürlich bzgl. des Transports etwas unhandlich. Dafür aber eben schnell und einfach aufgebaut.

  2. Hanna sagt:

    Danke, sehr informativ!

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