Goal Zero Nomad 13 und Minigorilla Solar-Kit

| 14. März 2014 | 15 Kommentare

Solar-Kit bestehend aus Goal Zero Nomad 13 und Minigorilla

Eigentlich gehöre ich beim Wandern ja eher zu den Leuten, die einfach mal abschalten wollen und froh sind nicht von lästigen E-Mails oder Anrufen verfolgt zu werden. Es gibt auch Situationen bei denen Mobil erreichbar sein will oder sogar von Unterwegs arbeiten muss. Für solche Situationen brauche ich ein leistungsstarkes Solar-Kit, das mein Tablett mit ordentlich Saft versorgen kann. Die Kombination aus einem Goal Zero Nomad 13 und dem Powertraveller Minigorilla bietet mir genau das!

Das Goal Zero Nomad 13 Solarpanel

Wenn man keine Ahnung hat ist die Wahl eines Solarpanels wirklich keine leichte Aufgabe. Es gibt einfach zu viele Faktoren die eine Rolle spielen. Da ich kein Experte auf dem Gebiet bin, will ich hier nicht zu weit ausholen. Einer der ausschlaggebenden Punkte bei meiner Entscheidung für das Goal Zero Nomad 13 waren die monokristallinen Solarzellen, welche meiner Meinung nach einfach besser funktionieren als die in den flexiblen und leichteren Solarmodulen verbauten CIGS-Module. Mit diesen hätte man höchst wahrscheinlich nochmal ein paar Gramm sparen können, jedoch andere Nachteile, wie eine schlechtere Performance bei schlechten Lichtverhältnissen in Kauf nehmen müssen.

Das Goal Zero Nomad 13

Das Goal Zero Nomad 13 bietet ausreichend Power für mein Projekt Trailbüro!

Das Nomad 13 besteht aus zwei Modulen und lässt sich problemlos zusammenfalten. Auf der Rückseite befindet sich eine Netztasche, in der man das gesamte Zubehör incl. der zu ladenden Geräte aufbewahren kann. So hat man immer alles beisammen. Ich konnte in dieser Netztasche sogar den Minigorilla und meine 8 Zoll Tablet gleichzeitig verstauen. Die Anschlüsse befinden sich ebenfalls innerhalb der Netztasche, was ungemein praktisch ist, da kein Kabel außerhalb der Tasche herumbaumelt.

Die Anschlüsse

Neben dem obligatorischen USB-Anschluss besitzt das Solarpanel noch drei weitere Anschlüsse in Form von Kabeln mit Stecker. Die Anschlüsse sind eigentlich auf die Goal Zero Geräte zugeschnitten, sodass man für die meisten anderen Geräte einen Adapter braucht. Es gibt einen Anschluss für kleinere Goal Zero Geräte wie das Guide 10, einen für die größeren Geräte und einen Eingang, an dem man weitere Solarmudule koppeln kann um noch mehr Leistung abzurufen. Das kuriose dabei ist, dass der mitgelieferte Zigaretten-Anzünder-Adapter nur genau auf diesen Eingang passt. In diesem Fall dient er auch als Ausgang. Dank dieser Logik, kann man jedoch kein weiteres Solarpanel in Reihe schalten. Vermutlich will man den Benutzer hier dazu bewegen die Goal Zero Akkus zu nutzen.

Goal Zero Nomad 13 AnleitungGoal Zero Nomad 13 AnschlüsseGoal Zero Nomad 13 KabelGoal Zero Nomad 13 12V Zigarettenanzünder-Adapter

Befestigungsmöglichkeiten

Das Goal Zero Nomad 13 bietet insgesamt 9 Schlaufen an, mit denen man das Solarpanel am Rucksack, an Bäumen, Zelten oder sonstwo befestigen kann. Somit sollte es möglich sein das Panel so viel wie möglich sinnvoll zu nutzen. Ich befestige es tagsüber mit ein paar S-Binern am Rucksack und Abends dann am Zelt oder einer anderen guten Stelle im Lager. So kann ich das maximale aus den Modulen ziehen. Bevor ich einschlafe richte ich das Panel schon in Richtung der Stelle aus, wo ich den Sonnenaufgang vermute.

Der Powertraveller Minigorilla

Minigorilla Ausgang

Anfangs habe ich mir dieses Kit noch mit dem Sherpa 50 von Goal Zero vorgestellt, da dieser schon die passenden Anschlüsse für das Solarpanel besitzt. Nach einem Anruf beim Solarbag Shop und der freundlichen Beratung durch Sven Tackmann, wurde ganz schnell klar, dass der Minigorilla eindeutig das bessere Verhältnis von Gewicht zu Leistung hat. So ließ ich mich auch ganz schnell überzeugen hier auf den Minigorilla umzusteigen.

Der Minigorilla besitzt einen 9000mAh Akku, der mein Tablett in der Regel 1,5 mal aufladen kann. Das reicht für meine Bedürfnisse vollkommen aus. Im Alltag oder für eine kürzere Tour kann man den Minigorilla bequem an der Steckdose aufladen. Um ihn an meinem Nomad 13 Aufzuladen brauche ich allerdings einen Zigarettenanzünder Adapter, der in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das bringt natürlich wieder zusätzliches Gewicht mit sich, macht einen aber auch flexibler. So könnte ich beim C2C auf das Versorgungsfahrzeug dazu nutzen meinen Akku zu laden.

Adapter Minigorilla

Für den Minigorilla braucht man einen zusätzlichen Adapter.

Zum Laden von Endgeräten gibt es am Minigorilla zwei Anschlüsse. Einen Standard USB und einen kleineren Anschluss an dem man einen der vielen mitgelieferten Adapter stecken kann. Währen der USB-Anschluss standardmäßig mit einer Spannung von 5V läuft, so lässt sich die Spannung des anderen Anschlusses über den Butten auf dem Minigorilla zwischen 8,4V/9,5V/10,5V/12V/16V und 19V variieren.

Lieferumfang

  • Minigorilla
  • Neoprenhülle für den Minigorilla
  • 20 Adapter für alle möglichen Endgeräte
  • DC-Verlängerungskabel, auf das man die Adapter stecken kann
  • International verwendbares Ladekabel mit diversen Steckern
Gorilla-Pad

Gorilla-Pad für höheren Ladestrom.

Gorilla-Pad

Da der USB-Port nur 1000mA bei 5V liefert, können manche Geräte nur schwerlich damit geladen werden. Deshalb gibt es einen kleinen Adapter, den man auf den zweite Anschluss des Minigorilla steckt um einen USB-Anschluss mit 2100mA bei 5V zu erhalten. Dieser Adapter namens Gorilla-Pad macht allerdings nur Sinn, wenn euer Endgerät den Akku auch so schnell laden kann. Leider scheint mein Tablet den Ladestrom auf 1000mA herunterzuregeln, sodass ich von diesem Vorteil nichts spüre. Wenn man jedoch ein iPad damit laden will, so spart dieser Adapter eine menge Zeit.

Warum so viel Power?

Zuerst ist es mir wichtig, dass ich von Unterwegs arbeiten kann. Dafür muss ich meinen Tablett-Akku mindestens ein mal am Tag vollständig laden können. Viele kleinere Solar-Kits haben schon bei einem normalen Smartphone Probleme dies zu bewerkstelligen. Außerdem kann man nicht immer auf schönes Wetter vertrauen. Es ist also gut ein paar Reserven zu haben. Diese schlagen sich leider im Gewicht nieder.

Goal Zero Nomad 13 und Minigorilla

Goal Zero Nomad 13 läd den Minigorilla.

Warum überhaupt vom Trail arbeiten?

Die Frage ist durchaus berechtigt! Ich hatte bislang auch viele Skrupel mit den Urlaub mit der Arbeit zu verderben. Da ich mich jedoch gerade Selbstständig mache und unbedingt beim C2C Sweden 2014 mitlaufen will, sähe die Alternative so aus, den C2C sausen zu lassen und vom Heimischen Schreibtisch zu arbeiten. Da schleppe ich lieber ein paar Gramm mehr und arbeite ein klein wenig am Ende des Tages. Ob diese Rechnung für einen aufgeht, muss jeder selbst wissen. Für mich ist es ein weiteres Experiment in diesem Jahr!

Solar-KitMinigorillaNetztascheNetztasche mit Tablet

Das Gewicht

Ich schreibe ja schon die ganze Zeit, dass ich das Mehr an Gewicht in Kauf nehme um vernünftig mobil arbeiten zu können. Jedoch habe ich das Gewicht aus einem guten Grund bis jetzt verschwiegen. Es ist fast schon ein bisschen peinlich so viele Gramms in Luxus zu investieren:

  • Goal Zero Nomad 13: 895g
  • Powertraveller Minigorilla: 261g
  • Benötigte Adapter für mein Setup: 110g
  • Samsung Galaxy Note 8.0: 341g

Da kommen also insgesamt ca. 1607g zusammen. Da kann ich wirklich froh sein, dass ich ansonsten recht leicht unterwegs bin. Bei einem Basisgewicht im Rucksack zwischen 3-4kg trägt auch dieses Extragewicht nicht so sehr auf. Trotzdem werde ich versuchen Wege zu finden das Equipment teilweise mit dem Auto, das die C2C-Veranstaltung begleitet zu schicken. Im Prinzip könnte ich aber auch unabhängig damit agieren.

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Kategorie: Outdoor-Ausrüstung

Kommentare (15)

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  1. Georg sagt:

    Hallo!

    Lässt sich ein Smartphone auch laden, während der Akku geladen wird?

    Gruss Georg

    • Dennis sagt:

      Das ist durchaus möglich. Zum einen kann man das Smartphone direkt an das Solarmodul anschließen oder den USB-Port des Minigorilla nehmen um einen gleichmäßigeren Ladestrom zu erhalten.

  2. Finn sagt:

    Aber das funktioniert doch bei wolkenlosem Himmel, oder?

    • Dennis sagt:

      Es funktioniert schon, allerdings ist die Leistung dann schon etwas schwächer. Leider habe ich keine Messgeräte um das genauer unter die Lupe zu nehmen.

  3. Felix sagt:

    Interesante Kombination. Ich bin ein großer Fan der GoalZero Geräte die ja leider ihren ganz eigenen Preis haben dafür aber auch untereinander gut zusammenspielen. Kürzlich hab ich aber eine preislich günstigere Variante gefunden mit einem Akkupack das 20000 mAh hat, genug also. http://de.ianker.com/product/79AN7906-BEA
    Das Solarpanel mit 14W gibts schon für knapp 60€.
    In Kombination, bei Amazon schon für 130€ alles zusammen…..

    • Dennis sagt:

      Natürlich geht es immer günstiger. Aber ich will mich im Zweifel darauf verlassen können. Gerade bei Noname-Produkten aus Fernost habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Beim Akku wird sich aber noch zeigen, wie lange dieser mitmacht.

  4. Strasser sagt:

    Hi,

    ist es aus gewichtstechnischen und preistechnischen Gründen nicht viel sinnvoller sich einen externen Akku zu kaufen (oder auch 2) und diesen vor den Touren aufzuladen? Es gibt mittlerweile Akkus die können handelsübliche Tablets bis zu 4 mal aufladen und kosten um die 35€.

    Hat man auf seiner Tour ständig bewölkten Himmel sinkt der Wirkungsgrad solcher Solarpannels doch auch sehr stark ab oder und dann schleppt man diese umsonst mit rum oder?

    Viele Grüße
    Strasser

  5. Chris sagt:

    Hallo Dennis,
    seit einem Jahr bin ich mit meinem Nomad 7 Adventure Kit 10 von Goal Zero unterwegs und bin wirklich sehr zufrieden. Als nächstes werde ich mir den Nomad 13/Sherpa 50 leisten, damit das Netbook /Ipad, sowie Akkus für den DSLR geladen werden kann. Diese Kombination mit dem Gorilla Pad ist wirklich interessant. Allerdings bietet er mir doch zu wenig Leistung für meinem Bedarf an. Ich muß außerdem nicht wirklich auf das Gewicht achten. GSD! Schön vorgestellt! 🙂

    • Dennis sagt:

      Dann wäre das Sherpa 100 Akkukit vielleicht noch interessanter für dich? Das hatte ich mir noch fürs Auto überlegt. Das Nomad 7 mit dem Guide 10 finde ich auch interessant, wenn man nur das Smartphone laden muss. Überlege noch mir die Kombi auch zuzulegen.

      • Chris sagt:

        Puuh, aber 350 ++ EUR aus den eigenen Taschen für einbißchen Saft ist schon happig. Das übersteigt doch mein Budget. Also Sherpa 50 muss reichen. Alles andere muss auf eine Steckdose warten 🙂

      • Dennis sagt:

        Da hast du natürlich recht. Aber ich denke, dass der Preis noch etwas fällt. Ist ja gerade erst neu auf dem Markt und wenn du es nicht tragen musst, gibt es sicher noch andere Optionen.

  6. Beat sagt:

    Habe genau die Kombi wie oben, sowohl das Adventure Kit mit dem Nomad 7 und das 13er Panel, das mit dem Minigorilla zusammenspielt. Was ich schade finde ist, das ich beim Nomad 7 noch ein Vorgänger habe. Das neue könnte man mit dem Nomad 13 zusammenspannen. Hier macht Goal Zero einen sehr guten Job.

  7. Anna sagt:

    Hiho,

    wie heißt der Adapter und wo bekomme ich ihn her? 🙂

  8. TommyCat sagt:

    Ich besitze seit einiger Zeit ein Solarpanel mit Pufferakku 8800mAh von SISTech aus der Schweiz:

    Das Solarmodul PHOTON mit 8W Leistung und der Akku wiegen zusammen ca. 500g, das Solarpanel lässt sich sehr klein zusammenfalten. Ich bin sehr zufrieden damit.

    Die aktuelle Zsamennstellung mit einem 13.000mAh Akku kostet gerade mal 130 Euro!

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