Zweimal Nebelhöhle und zurück

| 1. November 2013 | 2 Kommentare

Nebelhöhle

Alles begann mit einer kleinen Rundwanderung, die uns letzte Woche Samstag am Schloss Lichtenstein entlangführen sollte. Doch erstens kommt es anders und zweitens als Man(n) denkt. So kommt es, dass ich das Schloss Lichtenstein bis heute nicht gesehen habe. Aber beginnen wir von vorne.

Eine Wanderung auf der Schwäbischen Alb

Am Samstagmorgen war ich mit ein paar Freunden aus der Kirche zu einer morgendlichen Wanderung auf der Schwäbischen Alb verabredet. Als ich die Wanderung am Abend zuvor herausgesucht habe, wusste ich noch nicht, was uns erwartet. Wir haben uns zu einer knapp 10km langen Rundwanderung zum Schloss Lichtenstein entschieden, waren aber alle sechs noch nie vor Ort gewesen.

So stiegen wir in die Autos und haben auf den Weg gemacht. Als wir gegen 9:00Uhr auf dem Wanderparkplatz ankommen, zeichnet sich schon herrlichstes Wanderwetter ab. Der Himmel ist blau und die Bäume haben ihr goldenes Herbstgewand angelegt und weiches Laub federt unsere Schritte ab. Es ist einer dieser Wandertage, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Selbst die Anstrengung verfliegt bei der Magie dieses Morgens.

Die Nebelhöhle

Nach etwas mehr als einem Kilometer sehen wir ein Schild, auf dem „Nebelhöhle“ geschrieben war. Wir dachten, dass dies vielleicht eine kleine Höhle sei, die man sich mal eben ansehen könne. Ein Loch in einer Felswand oder ähnliches. Also entschlossen wir uns den Schildern zu folgen und uns die Höhle einmal anzusehen.

Als wir der Höhle näher kommen, wird uns jedoch ganz schnell klar, dass dies dem nicht so ist und die Höhle doch etwas größer als ein Loch in der Wand zu sein scheint. Wir erblicken eine Ansammlung von Gebäuden und sogar ein Restaurant. Ein Kinderspielplatz und eine Wiese mit Feuerstelle ist ebenfalls vorhanden.

Am Info-Häußchen angekommen, entscheiden wir uns kurzerhand die Wanderung mit einem Höhlenaufenthalt abzurunden und steigen gegen eine geringe Gebühr in die Tiefe. Da dies mein erster Besuch in einer Tropfsteinhöhle war, war ich unglaublich von den vielen Formen und Höhlenkonstruktion beeindruckt. Kaum zu glauben, dass solche Höhlen überall unter der Schwäbischen Alb zu finden sind. Die Nebelhöhle wurde für Besucher wie uns mit einem Weg und Stufen begehbar gemacht. Links und Rechts neben dem Weg kann man jedoch erahnen, wie die Fortbewegung ohne diesen Weg aussehen würde.

Nebelhöhle leicht begehbar

Die Nebelhöhle ist durch die Wege leicht begehbar.

Querschnitt eines Stalagmiten

Der Querschnitt eines Stalagmiten zeigt das Alter wie bei einem Baum an.

Es ist kaum zu Glauben, dass viele der Stalagmiten und Stalaktiten, die man in solchen Höhlen findet schon auf Tausende, wenn nicht Millionen Jahre geschätzt werden. Ein ehrfürchtiges Gefühl beschleicht uns und wir halten einen Moment Inne um die Stille zu genießen. Wir sind die Einzige Gruppe, die sich zu dieser Zeit in der Höhle befindet und so hören wir nichts weiter als das Wasser, welches von der Höhlendecke tropft und unseren eigenen Herzschlag. Wir nutzen diesen Moment der Ruhe natürlich gleich aus, um ein Kapitel aus den heiligen Schriften zu lesen. Immerhin handelt es sich ja um einen kirchlichen Ausflug. Aber die Stille in der Höhle ist einfach unglaublich und so war dies für uns ein ganz besonderes Erlebnis.

Höhlen-Lichterspiel

Das Licht spielt mit den feuchten Stalakmiten.

Stalagmit

Stalakmiten stehen teilweise mitten auf dem Weg.

Gemeinsam erkunden wir auch den Rest der Höhle und stoßen dabei auch auf Fledermäuse und viele weitere kleine Wunder der Natur. Der Ausflug in die Höhle hat mir so gut gefallen, dass ich bei meiner Heimkehr gleich meine Frau angesprochen habe und es wurde schnell klar, dass wir den heutigen Feiertag dazu nutzen werden, gemeinsam mit unserer Tochter wieder zur Nebelhöhle zu fahren.

Als Familienausflug

Nach dem Frühstück haben wir uns heute also wieder auf den Weg gemacht. Dieses Mal hatte ich dann Familie im Gepäck. Da unsere Tochter erst seit kurzem selbstständig läuft, parken wir heute direkt auf dem Parkplatz an der Höhle. Lediglich bei den 141 Stufen, die in die Höhle hinabführen haben wir unsere Tochter noch auf dem Arm. Spätestens an der letzten Stufe angekommen will sie die Höhle aber auf eigenen Beinen erkunden. Zu unserem Leidwesen mit allen ihren Sinnen.

Höhlenforscher Familie

Höhlenforscher Familie in einer faszinierenden Umgebung.

Matsch an den Füßen

Das ganze ist natürlich eine eine matschige Angelegenheit für Kinder

Meine Frau und unsere Tochter sind mindestens genauso begeistert, wie ich es bei meinem Besuch hier vor einer Woche war und so erkunden wir gemeinsam die Höhle. Es war ein toller Familienausflug und wer weiß… vielleicht der erste Schritt zu einer gemeinsamen Trekkingtour?!

Weitere Informationen zur Nebelhöhle findet ihr auf der Homepage von Sonnenbühl.

 

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Kategorie: Reiseberichte

Kommentare (2)

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  1. Jörg sagt:

    Hach, das wäre was für meine Frau. Die ist nämlich Höhlenfan!

    Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn!
    Jörg

    • Dennis sagt:

      Es lohnt sich auf jeden Fall 🙂 Gibt ja zahlreiche Höhlen in ganz Deutschland 🙂 Wenn deine Frau ein paar Tipps hat, was man mit der Familie machen kann, dann gerne her damit!

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