Einstieg ins Ultraleicht Trekking

| 26. Februar 2014 | 10 Kommentare

Ultraleicht Trekking für Einsteiger

Die neue Wandersaison steht dieses Jahr schon etwas früher in den Startlöchern und so gibt es auch wieder viele Anfragen zum Thema Ultraleicht Trekking. Einige wollen vom Start weg in das Thema einsteigen und Andere wollen umsteigen. Doch beide Gruppen haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: Einen leichten Rucksack!

Du musst zuerst den Becher leeren

Ihr kennt bestimmt die Szene aus Karate Tiger, in der Bruce Lee erscheint und seinem neuen Schüler erklärt, dass er zuerst den Becher leeren muss. Bruce zeigt seinem Schüler zwei volle Becher. Der eine enthält eine dunkle Flüssigkeit und der andere eine helle. Der erste Becher repräsentiert das Wissen von Bruce Lee. Der zweite das seines Schülers. Da der zweite Becher bereits mit dem Wissen seines Schülers gefüllt ist, bietet er keinen Platz mehr für das gesamte Wissen des Meisters und muss erst geleert werden.

Ähnlich ist es beim Ultraleicht Trekking. Bevor man sich tiefer mit der Materie beschäftigt, muss man sich im klaren sein, dass viele der alten Vorstellungen und Prinzipien über den Haufen geworfen werden. Wer dazu nicht bereit ist, kann zwar etwas leichter werden, wird jedoch nie in den vollen Genuss eines leichten Rucksacks kommen. Das ist dann so ähnlich wie eine mit Wasser verdünnte Cola zu trinken. Es schmeckt einfach nicht.

Doch was können diese alten Vorstellungen sein? Ich habe hier mal ein paar Beispiele:

  • Ich brauche unbedingt ein freistehendes, doppelwandiges Zelt.
  • Robuste Bergstiefel sind ein Muss!
  • Ich brauche jeden Tag frische Unterwäsche.
  • Wechselkleidung ist zwingend erforderlich.
  • Das habe ich schon immer so gemacht!

Diese Liste ist unerschöpflich und muss zuerst aus dem Kopf verschwinden, damit man sich auf etwas neues einlassen kann. Dieser Beitrag soll ein wenig dabei helfen den Um- oder Einstieg ins Ultraleicht Trekking zu erleichtern. Doch das wichtigste dafür ist der eigene Wille.

Wo fange ich an?

Oft wird einem geraten mit den großen Drei anzufangen. Das heißt Schlafsack (incl. Isomatte), Zelt und Rucksack. Ich würde den Rucksack jedoch erstmal ausklammern, wenn ihr euch noch nicht ganz genau sicher seid, in welche Richtung euer Ausrüstungspaket geht. Sobald die restliche Ausrüstung steht, wisst ihr auch wie viel Platz ihr in eurem Rucksack braucht und könnt euch diesen kaufen. Andernfalls lauft ihr Gefahr evtl. einen zu großen oder zu kleinen Rucksack zu kaufen.

Wie geht es nun weiter?

Ich möchte nicht alle diese Punkte in einen einzelnen Beitrag zusammenfassen. Es soll hierbei eine kleine Reihe entstehen, die einem die Grundlagen zum Thema Ultraleicht Trekking vermittelt und dazu ermuntert den eigenen Kopf und den Erfindungsreichtum anzuregen. Ich würde mich außerdem darüber freuen, wenn ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren kundtut! Egal ob ihr meine Tipps beachtet oder vielleicht sogar noch besser kennt.

  1. Wiege deine vorhandene Ausrüstung
  2. Schmeiße überflüssige Ausrüstung raus
  3. Welches Zelt oder Tarp brauchst du?
  4. Schlafsystem
  5. Ultraleicht Bekleidung
  6. Multifunktionelle Ausrüstung
  7. Suche die Funktion in der Einfachheit
  8. Spare bares Geld

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Kategorie: Wissen

Kommentare (10)

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  1. Jörg sagt:

    Hallo Dennis,
    toller Artikel und ich freue mich auf die Folgenden! Immerhin musste ich auch vor einigen Jahren den Becher erst mal leeren!;)

    Gruss Jörg

    • Dennis sagt:

      Danke für das Lob! Die Inhalte folgen ja noch. Aber den Becher mussten wohl die meisten von uns erstmal leeren. Schließlich bekommt man an anderen Orten einfach ein andere Bild aufdiktiert 😉

  2. Hi Dennis, die Szene aus Karate Kid passt ja hervorragend 😉 Zwar habe ich gerade den Becher bezgl. meiner Ernährung noch mal komplett leer gemacht und bin gerade dabei, ihn wieder zu füllen, aber freue mich trotzdem auf deine UL-Tipps. Vielleicht finde ich ja irgendwo einen größeren Becher 😉
    LG Axel

  3. Joachim sagt:

    Schöne Serie, auf die ich mich schon freue. Bei Punkt 5 und Punkt 8 könnte ich mir gut vorstellen, dass du auch auf ein paar DIY und Selbermach-Sachen unter die Lupe nimmst. Ich glaube, da sind noch viel Gewicht und Geld drin, die runter können 🙂

  4. bruggi sagt:

    Bin mal auf die Ultraleichtbekleidung gespannt, da beim Kleidungskauf in den seltensten Fällen ein Gewicht mit angegeben wird.
    Bin aber zugegebenermaßen nur Leichtgepäckradler und kein Ultraleichtgepäckradler und würde nur sehr ungern auf mein freistehendes Doppelwandiges einmannzelt verzichten, dient das Innenzelt doch wunderbar auch als mückenschutz 🙂

    Benutzer zur Zeit übrigens fast nur Sportbekleidung von Aldi oder Lidl, weil ihnen meine Markenklamotten gewichtstechnisch nicht das Wasser reichen kann.

    lg

    • Dennis sagt:

      Beim den Zelt wäre wohl ein Tarptent für dich idealer. Da hast du einen eingebauten Mückenschutz bei viel weniger Gewicht. Was die Bekleidung angeht, so gibt es durchaus leichtere als die vom Discounter. Aber das Preis/Gewichtsverhältnis ist da wirklich super. Technisch gesehen machst du mit der Discounterbekleidung also nichts falsch. Aber mal sehen, was mir noch zu dem Thema einfällt 😉 Ich will noch nicht alles vorwegnehmen.

  5. Martin sagt:

    Ein gelungener Einstieg in das Thema UL – das es sich vielmehr um Wissen/Erfahrung handelt als um die leichteste und teuerste Ausrüstung finde ich eine gut Herangehensweise!

    Zum ersten Punkt habe ich mal eine Liste mit mit meiner Ausrüstung gemacht. Eine Vorlage habe ich auf meinen Blog gestellt. Damit kann man gut planen, was man alles dabei hat und was es wiegt. Auch Alternativen kann man gegeneinander stellen.
    http://www.einfachdraussen.info/tipps-und-tricks-die-erweiterte-packliste-fur-outdoor-aktivitaten/

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